Umfahrungsstrasse Höri-Neerach
Die Kantonsstrasse durch das Neeracherried muss dringend saniert werden. Normalerweise ist das kein Problem, der Belag und ev. der Unterbau werden erneuert und das Bauwerk wird den neuesten Normen angepasst. Die Lage der Strasse verändert sich nicht, sie ist seit Jahrzehnten bestehend. Es sind keine weiteren negativen Auswirkungen zu erwarten. Aus moorschutzrechtlichen Gründen soll das hier nicht möglich sein, die Strasse muss aus dem Naturschutzgebiet hinaus verlegt werden. Das Projekt sieht aktuell eine Verlegung vor, die nicht vollständig ausserhalb des Schutzperimeters zu liegen kommt. Zudem überschneidet sich der geplante Verlauf mit dem Planungsperimeter für PPF und tangiert den Fischbach, welcher revitalisiert werden soll. Gleich mehrere Widersprüche! Und dafür wird bestes Ackerland verbraucht und ein bestehender Landschaftsraum wird zerschnitten.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Fläche dem Naturschutz zurückgeführt. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Landwirten liessen sich noch mehr Projekte auf freiwilliger Basis realisieren. Eine unnötige, erst noch sehr teure Strassenverlegung ist dafür nicht nötig!
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Fläche dem Naturschutz zurückgeführt. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Landwirten liessen sich noch mehr Projekte auf freiwilliger Basis realisieren. Eine unnötige, erst noch sehr teure Strassenverlegung ist dafür nicht nötig!
Revitalisierung & Gewässerräume
Ab 2023 werden die Gewässerräume von Fliessgewässern auch ausserhalb des Siedlungsgebietes ausgeschieden. Zwei der Pilotgemeinden sind Höri und Hochfelden. Hier sollen exemplarisch Lösungsansätze für Problemfelder aufgearbeitet werden, die dann im ganzen Kanton Zürich zur Anwendung kommen. Kulturlandflächen entlang von Gewässern sind meistens von bester Qualität und können bewässert werden. Angesicht des Klimawandels ist das fast wie eine Versicherung für die Versorgungssicherheit. Eine Extensivierung des Kulturlandes entlang der Gewässer bedeutet für die betroffenen Familienbetriebe eine existenzbedrohende Teilenteignung. Extensivierte Flächen können nicht mehr für die Produktion von Nahrungsmitteln genutzt werden. Aufgrund der bisher beschlossenen und angewendeten Massnahmen im Zuge der Agrarpolitik, werden bereits ausreichend Biodiversitätsförderflächen und Abstandsauflagen zu Gewässern umgesetzt.
Weiter bietet die Glatt bereits heute an genügend Abschnitten naturnahe Lebensräume. Daher setzt sich die IG ZüriNord gegen einen Kulturlandverlust im Zuge von Revitalisierungsmassnahmen ein. |
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Schutzverordnung (SVO) Neeracherried
Das Ried ist ein Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung. Dieses soll ungeschmälert erhalten bleiben. Die altrechtliche Schutzverordnung soll in Kürze erneuert werden. Die IG ZüriNord will in diesem Prozess von Anfang an miteinbezogen werden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Schutzfläche und Pufferzonen nicht ausgedehnt werden. Die neuen Vorschriften dürfen zu keiner Reduktion der landwirtschaftlichen Produktion führen.
Nagra
Im Herbst 2022 hat die Nagra entschieden, dass das Endlager für atomare Abfälle in «Züri Nord» gebaut wird. In Weiach und Stadel werden die zentralen Oberflächenanlagen zu stehen kommen. Sowohl für diese Bauten, wie aber auch für die Erschliessung wird Land benötigt.
Die IG ZüriNord wird sich in der beginnenden Planung einbringen und fordern, dass möglichst viel der bereits bestehenden Infrastrukturen wie Kiesgruben, Strassen usw. genutzt werden.
Die IG ZüriNord wird sich in der beginnenden Planung einbringen und fordern, dass möglichst viel der bereits bestehenden Infrastrukturen wie Kiesgruben, Strassen usw. genutzt werden.
Prioritäre Potentialflächen für Feuchtgebiete (PPF)
In der Region liegt einer von zwei Planungsperimetern für die Ausscheidung von PPF. Dort sollen 45ha ackerfähiges Land aus der Produktion genommen und vernässt werden. Neben dem Planungsperimeter sind im Einzugsgebiet der IG ZüriNord weitere PPF vorgesehen, total sind das rund 50ha.
Um die PPF kümmert sich im Kanton Zürich die IG ProKulturland. Aus der IG ZüriNord ist Nadine Thalmann in der Leitung der IG ProKulturland aktiv. www.ig-prokulturland.ch |
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